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Aktuelles

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AG Psychologie und Lehr-Lern-Forschung

Twitter: @PSY_dghd

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Wir planen weitere Events. Alle aktuellen Informationen zu unseren Aktivitäten und den von uns geplanten Veranstaltungen finden Sie auf dieser Homepage, die fortwährend aktualisiert wird. Zudem twittern wir unter “@PSY_dghd”.

Rückschau

Am Mittwoch, den 10. November 2021 setzten Natalie Enders und Martina Mörth die Gesprächsreihe “Drei Fragen an die Bezugsdisziplinen der Hochschuldidaktik” der Weiterbildungskommision der dghd fort. Die Psychologie liefert Theorien und Erkenntnisse zu Lernen, Gedächtnis, Expertise, Handlungskompetenz, sozialer Interaktion, Persönlichkeitsentwicklung, Entwicklung von Werten und Einstellungen etc. von (jungen) Erwachsenen. Diese vielfach verwendeten Begriffe werden in der Psychologie theoretisch fundiert und evidenzbasiert erforscht. Die psychologische Lehr-Lernforschung beschäftigt sich beispielsweise mit der Effektivität von Lehrmethoden (Gruppenarbeit, Peer-Feedback etc.), Lehrformaten (Präsenz, Blended, Online etc.), oder mit der Auswirkung von Prüfungsformaten auf das Lernverhalten der Studierenden. Durch einen besseren disziplinübergreifenden Transfer der psychologischen Erkenntnisse kann die langjährige evidenzbasierte Forschung systematisch für die Hochschullehre zur Verfügung stehen. Es erfolgte keine Aufzeichnung der Veranstaltung.
Am Mittwoch, den 3. November 2021 zeigten Martina Mörth, Immanuel Ulrich und Natalie Enders im Rahmen des University Future Festival 2021 evidenzbasierte Erkenntnisse zum Lernen und Lehren auf. Anhand eines integrativen psychologisch fundierten Verständnisses von Lernen und entsprechenden Lehrfunktionen wird deutlich, an welchen Stellen digitale Medien den Lern-Lehr-Prozess wie unterstützen können. Die Aufzeichnung des Talks ist nun auf YouTube verfügbar. Vielen Dank an das Team des UFF2021
„Online, blended, hybrid, Präsenz? Evidenzbasierte Erkenntnisse zur Gestaltung der (digitalen) Lehre“
https://www.youtube.com/watch?v=JkmYvK8j-zs
(Das dargestellte Modell ist eine vorläufige Version, die wir noch weiter ausarbeiten und differenzieren.)
Am Mittwoch, den 29. September 2021 hat unser erstes Online-Event zum Thema “Präsenz, digital, blended, hybrid? – Was wissen wir über die Effektivität der verschiedenen Lehrformate und ihre Gelingensbedingungen für hochschulisches Lernen und Lehren?” stattgefunden. Unsere Folien und die Arbeitsergebnisse aus dem Etherpad zum Event finden Sie unten zum Download.

Über uns

Die Arbeitsgruppe “Psychologie und Lehr-Lern-Forschung” entstand durch einen Beitrag für die dghd-Werkstatttagung im März 2021. Im Juni wurde sie als eigenständige AG in die dghd aufgenommen. Seit Sommer 2021 arbeiten wir schwerpunktmäßig an folgenden Fragestellungen:
  • Welche lernpsychologischen, empirischen Erkenntnisse vermitteln wir in hochschuldidaktischen Weiterbildungen als Basis für die Gestaltung von Lehre, Modulen und Studiengängen?
  • Was wissen wir im Moment über die unterschiedlichen Formate der Lehre (reine Onlinelehre/Blended Learning/Hybride Lehre/Präsenz)? Wenn es Unterschiede gibt, wie groß sind die Effektstärken? Was sind zentrale Einfluss- und Gestaltungsfaktoren? Wie kann die Mediendidaktik in die Hochschuldidaktik integriert werden?
  • Wie können wir psychologische Forschungsergebnisse und Theorien/Modelle für HochschuldidaktikerInnen und Lehrende aufbereiten und zugänglich machen?
  • Wie können wir Lehrende durch Forschungsergebnisse als WissenschaftlerInnen ansprechen und dadurch Hochschuldidaktik evidenzbasiert vermitteln?
Zudem wollen wir verbreiteten und nicht förderlichen Neuro- und Lernmythen entgegenwirken und (lern)psychologische Grundlagen für die Hochschuldidaktik aufbereiten, um ein fundiertes, umfassendes Verständnis von Lernen und Gedächtnis, Expertise und Handlungskompetenz sowie Persönlichkeitsentwicklung etc. von (jungen) Erwachsenen zu ermöglichen. Auch zeigen wir Verbindungen zu den Fachdidaktiken (z.B. der Informatik und Medizin) auf. Mitwirkende sind u.a. Interessierte Personen – egal welcher Fachrichtung und Statusgruppe – können sich bei Natalie Enders (endersna [at] uni-hildesheim.de) oder Martina Mörth (martina.moerth [at] tu-berlin.de) melden.  

Literatur und Online-Ressourcen

Hier listen wir vorhandene Ressourcen, vor allem Herausgeberwerke und Lehrbücher sowie fundierte Überblicksbände, ggf. einschlägige Artikel, die den aktuellen Wissensstand der Psychologie im Kontext von Lehren und Lernen an Hochschulen aufzeigen, und wollen sie damit für die Diskussion über lernförderliche Gestaltung der Hochschullehre zugänglich machen. Sie werden laufend ergänzt und kommentiert. Angesichts des großen Umfangs der langjährig erforschten psychologischen Theorien, Konzepte und Erkenntnisse arbeiten wir an der kompakt komprimierten Darstellung zu ausgewählten Fragestellungen und „Kristallisationspunkten“.

Neuro- und Lernmythen

sind weit verbreitet. Welche sind das und warum sind sie nicht förderlich für die Erklärung von Unterschieden zwischen Lernenden und die Gestaltung der Lehre:
Betts, K., Miller, M., Tokuhama-Espinosa, T., Shewokis, P., Anderson, A., Borja, C., Galoyan, T., Delaney, B., Eigenauer, J. & Dekker, S. (2019). International report: Neuromyths and evidence-based practices in higher education. Online Learning Consortium: Newburyport, MA. https://onlinelearningconsortium.org/read/international-report-neuromyths-and-evidence-based-practices-in-higher-education/
Kirschner, P. A. & van Merriënboer, J. J. (2013). Do learners really know best? Urban legends in education. Educational Psychologist, 48(3), 169–183. https://doi.org/10.1080/00461520.2013.804395 
Müller, S. (2020). Didaktische Mythen im Hochschulwesen am Beispeil der „Learning Styles“. die hochschullehre, 6, https://doi.org/10.3278/HSL2036W
Paridon, H. (2018). Neuromythen – ein Thema für die Hochschullehre?! In B. Berendt, N. Schaper, J. Wildt (Hrsg.). Neues Handbuch Hochschullehre, 87. Ergänzungslieferung, A 2.11, 1-16.
Ulrich, I. (2020). Gute Lehre in der Hochschule. Praxistipps zur Planung und Gestaltung von Lehrveranstaltungen (2., aktualisierte, korr. u. erw.  Aufl.). Springer.  https://doi.org/10.1007/978-3-658-31070-7 , Kap. 2 Populäre Mythen.

Was sind psychologisch fundierte Grundlagen?

Lehren und Lernen mit (digitalen) Medien:

Rey, G. D. (2021). Powerpoint-Folien sowie Aufzeichnungen der Vorlesung „Lehren und Lernen mit Medien 1 + 2“ des Lehrstuhls für Psychologie digitaler Medien, TU Chemnitz: https://www.tu-chemnitz.de/phil/imf/psyler/lehre/index.php#llm – Umfassende Inhalte zu Gestaltung von Text und Bild, Lernervorwissen, Kollaborativem Lernen, Feedback, Adaptive Lernsysteme, Simulationen u.a. – mit vielen Literaturhinweisen auf grundlegende sowie aktuelle Artikel.
Kerres, M. (2021). Didaktik. Lernangebote gestalten. Waxmann. – Integrativer Ansatz: bringt internat.+ dt.sprachige, psycholog.+ erziehungswiss. Perspektiven zusammen mit Bildung in einer digitalen Welt. Stellt Widersprüche zwischen empir. Lehr-Lernforschung + Didaktik dar und zeigt Lösungswege auf, wie mit Widersprüchen umgegangen werden kann. Ein Leitfaden für das didaktische Design von Lernangeboten führt die dargestellten Analyse- und Entscheidungsschritte zusammen. Dazugehörende Online-Ressource mit Videos und Lernaufgaben (wird noch erweitert) https://didaktik.info/utb/
Kerres, M. (2018). Mediendidaktik. Konzeption und Entwicklung digitaler Lernangebote (5. Auflage). Oldenbourg: DeGruyter. – Sehr ausführliche Online-Ressource mit Erklärvideos und Lernaufgaben: https://didaktik.info/medien/
Niegemann, H., Weinberger, A. (Hrsg.) (2020). Handbuch Bildungstechnologie. Konzeption und Einsatz digitaler Lernumgebungen. Springer. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-54368-9. Umfangreiche Zusammenstellung von viel psychologischer Forschung zu wissenschaftlichen Aspekten der Bildungstechnologie mit konkretem Praxisbezug. Eine wissenschaftliche Grundlage für Entscheidungen im Bildungsbereich. I. Grundlagen: Lernen mit Medien, Multimedia-Learning, Computerunterstütztes kollaboratives Lernen, selbstreguliertes Lernen und Bildungsmedien; II. Modelle des Instruktionsdesigns zur Konzeption und Gestaltung technologiegestützter Lernumgebungen (4C/ID, etc.); III. Szenarien und Formate technologiegestützten Lernens, z.B. Lernspiele, Erklärvideos als Format des E-Learnings, Videos in der Lehre; IV. Strukturierung technologiegestützten Lernens: Lernen mit Bewegtbildern (Videos und Animation), Interaktivität und Adaptivität, Feedbackstrategien für interaktive Lernaufgaben, Motivationsdesign bei der Konzeption multimedialer Lernumgebungen, Grafikdesign; V. Qualitätssicherung: Assessment, Learning Analytics; VI. Ökonomische und rechtliche Aspekte; VII. Bildungstechnologie in unterschiedlichen Lehr-Lern-Kontexten (soziale Medien, OER etc.)
Mayer, R. (Ed.) (2014): The Cambridge Handbook of Multimedia Learning. Second Edition. New York: Cambridge University Press. Umfassendes forschungsbasiertes Handbuch, das auf 900 Seiten den Stand von Forschung und empririsch fundierten Theorien im Bereich Multimedia-Learning zusammenfasst und praxisorientiert darstellt. I. Theoretischen Grundlagen (Cognitive Load Theory, Cognitive Theory, Integrated Model of Text and Picture Comprehension und das 4C/ID – Four Component Instructional Design Model: Multimedia Principles in Environments for Complex Learning; II. Basic Principles of Multimedia Learning (wie Split Attention, Signalisierungsprinzip…); III. Advanced Principles of Multimedia Learning (Guided Discovery, Worked Examples, Feedback Principles, Learner Control Principle…); IV. Multimedia Learning of Cognitive Processes (Metacognitive Strategies, Development of Mental Models); V. MM-Learning in Advanced Computer Based Contexts (Intelligente Tutorensysteme, Simulationen, Computergames, mit Video, in e-Courses etc. (die 3. aktualisierte Auflage ist für Januar 2022 angekündigt).
Mayer, R. (2021). Multimedia Learning. Third Edition. Cambridge University Press. – Evidence-based approach to improving education using well-designed multimedia instruction. For graduate and undergraduate courses in psychology, education, computer science, communication, instructional design, game design.
Mayer (2021): Evidence-Based Principles for How to Design Effective Instructional Videos. Journal of Applied Research in Memory and Cognition, 10, 2, 229-240. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2211368121000231?via%3Dihub
Kompakte Zusammenfassungen:
Mörth, M., Enders, N., Ulrich, I. (2021). Online, hybrid, blended, Präsenz? Evidenzbasierte Erkenntnisse zur Gestaltung der (digitalen) Lehre. Vortrag auf dem University Future Festival 2021. https://www.youtube.com/watch?v=JkmYvK8j-zs
Seufert, T. (2021). Digitales Lehren und Lernen – worauf kommt es an? Was passiert im Kopf der Lernenden? https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=8FVuiDCmbZE, 15 Min. Video kompakt
Buchner, J. (2020). Lernen mit Medien. Instruktionspsychologische Grundlagen kompakt. Videoreihe Learning Lab, Uni Duisburg-Essen. https://www.youtube.com/playlist?list=PLOoVn1Vo5y5Kct2JECQHvMRttmBgwoE9J 
Schneider, S., Beege, M., Nebel, S. et al. (2021). The Cognitive-Affective-Social Theory of Learning in digital Environments (CASTLE). Educ Psychol Rev (2021). https://doi.org/10.1007/s10648-021-09626-5 – sehr kompakter Artikel (für Fortgeschrittene), der nicht nur die wichtigsten kognitiven, metakognitiven und emotionalen Theorien in das Modell der inneren Vorgänge beim Lernen integriert, sondern insbesondere die sozial(-kognitiven) Theorien (not only the social constructivist theory (Vygotsky 1978), social cognitive theory (Bandura 1986), or socially situated cognition theory (e.g., Smith and Semin 2004). Other theories are also included such as the theory on social representations (Moscovici 1981), the social reorientations theory (for an overview, see Augoustinos and Innes 1990; Fiske and Dyer 1985), the script theory of guidance (Fischer et al. 2013), the social agency theory (Mayer et al. 2003), the conflict elaboration theory (Mugny et al. 1995), or reflections on feedback associated social processes (e.g., Hattie and Timperley 2007; Narciss, 2008).

Überblickswerke/Lehrbücher zu psychologischen Erkenntnissen im Kontext von Lernen und Lehren

Edelmann, W., Wittmann, S. (2019). Lernpsychologie (8. vollständig überarbeitete Auflage). Weinheim: Beltz. – Systematischer integrativer Überblick über die Lernpsychologie, die heute als relativ umfassendes Gesamtkonzept von Veränderungsprozessen (Lernprozess, Gedächtnis, Kognitionen, Motivation) gesehen wird. Entgegen häufig anzutreffender Darstellungen sind auch behavioristische Theorien (nicht nur, aber eben auch) für einen wesentlichen Teil menschlicher Erfahrungsbildung immer noch höchst aktuell (und nicht lediglich ein historischer Abriss der früheren Psychologie), z.B. verstärken Lehrende positiv durch zustimmendes Kopfnicken, kleine wertschätzende Rückmeldungen, Zugewandtheit und Offenheit, bewusstes Sehen und Benennen von Anstregungsbereitschaft, kooperativem Verhalten etc., und tragen so zu einer positiven Fehlerkultur und Lernatmosphäre bei). Die AutorInnen verbinden vier grundlegende Lernformen (Reiz-Reaktions-Lernen, instrumentelles Lernen, Begriffsbildung und Wissenserwerb sowie Handeln und Problemlösen) in einem Gesamtkonzept und verstehen sie als dualistische Lerntheorie, d.h. als Systematisierungsansatz für Lernprozesse nach dem Ausmaß, in dem Umwelt einerseits und Subjekt andererseits Veränderungen im Erleben und Verhalten bewirken und gestalten.
Klauer, K. J. & Leutner, D. (2012). Lehren und Lernen. Einführung in die Instruktionspsychologie. Beltz. Ein breites Vorwissen ist die beste Basis für die Aneignung von neuen Sachverhalten und auch die Basis für die meisten Handlungskompetenzen wie z.B. Problemlösen auf hohem fachlichen Niveau. Auf Basis der psychologischen Erkenntnisse der Informationsverarbeitung bzw. Wissenskonstruktion zeigen die Autoren ein präskriptives Lehr-Lern-Prozess-Modell der notwendigen Schritte für die lernwirksame Gestaltung der Lehre. Diese Schritte können entweder – selbstgesteuert – komplett oder teilweise von den Lernenden übernommen werden, durch Medien unterstützt oder von Lehrenden übernommen werden. Im Kontext von Lehrveranstaltungen treffen die Lehrenden die Entscheidungen, welcher Prozessschritt durch sie selbst, durch die Studierenden oder durch Medien übernommen wird.
Wild, E., Möller, J. (Hrsg.) (2020). Pädagogische Psychologie (vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Berlin: Springer. frei verfügbar unter: https://docplayer.org/183469011-Elke-wild-jens-moeller-hrsg-paedagogische-psychologie-2-auflage.html
Hasselhorn, M. & Gold, A. (2017). Pädagogische Psychologie. Erfolgreiches Lernen und Lehren. Stuttgart: W. Kohlhammer. (In Kap 5 integrative Sicht der lehrendenzentrierten und lernerzentrierten Auffassungen.)
Urhahne, D., Dresel, M. & Fischer, F. (Hrsg.) (2019). Psychologie für den Lehrberuf. Berlin: Springer. – Übersicht psychologischer Teildisziplinen. Gedächtnis, Problemlösen, soziale Strukturen und Prozesse, Motivation, Lernergebnisse messen etc.
Seidel, T., Krapp, A. (Hrsg.) (2014). Pädagogische Psychologie (6., vollständig überarbeitete Auflage). Weinheim: Beltz. (insb. Teil III: Lernen und Wissenserwerb, Lerngelegenheiten im Unterricht, Lernen in Gruppen, Lernen mit Medien)
Benassi, V. A., Overson, C. E., & Hakala, C. M. (Ed.) Division 2, American Psychological Association (2014). Applying science of learning in education: Infusing psychological science into the curriculum. Retrieved from the Society for the Teaching of Psychology web site: http://teachpsych.org/ebooks/asle2014/index.php (frei zum Downloaden verfügbar). Verfasst von renommierten Psycholog*innen explizit für Lehrende an mittleren Schulen und Hochschulen.
National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (2018). How People Learn II. Learners, Contexts and Cultures. (2nd edition). Washington D.C: National Academies Press. https://doi.org/10.17226/24783  (online frei verfügbar) – Integrative Darstellung der wesentlichen wissenschaftlich gut gesicherten und vielfach bestätigten Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Kognitiver Psychologie, Entwicklungs- und Sozialpsychologie, Anthropologie und Bildungswissenschaft.
Kirschner, P.A. & Hendrick, C. (2020). How learning happens. Seminal works in educational psychology and what they mean in practice. Abingdon, New York: Routledge. https://doi.org/10.4324/9780429061523

Lehr-Lern-Forschung im Kontext der Hochschullehre

Ulrich, I. (2020). Gute Lehre in der Hochschule. Praxistipps zur Planung und Gestaltung von Lehrveranstaltungen (2., aktualisierte, korr. u. erw.  Aufl.). Springer.  https://doi.org/10.1007/978-3-658-31070-7
Schneider, M., Mustafic, M. (2015). Gute Hochschullehre: Eine evidenzbasierte Orientierungshilfe. Wie man Vorlesungen, Seminare und Projekte effektiv gestaltet. Wiesbaden: Springer.
Schneider, M., & Preckel, F. (2017). Variables associated with achievement in higher education: A systematic review of meta-analyses. Psychological Bulletin, 143 (6), 565-600. https://doi.org/10.1037/bul0000098, frei verfügbar unter https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/prof/PSY/PAE/Team/Schneider/SchneiderPreckel2017.pdf
Schneider, M., Stern, E. (2010). The cognitive perspective on learning. Ten cornerstone findings. In: The nature of learning: Using research to inspire practice. 69-90. https://doi.org/10.1787/9789264086487-en. Bielefeld: wbv. (auch die anderen Artikel in diesem Band)
Spinath, B. & Seifried, E. (2018). Was brauchen wir, um solide empirische Erkenntnisse über gute Hochschullehre zu erhalten? Zeitschrift für Hochschulentwicklung 13 (1), 153-169. frei verfügbar unter: https://zfhe.at/index.php/zfhe/article/view/1109
Zumbach, J., & Astleitner, H. (2016). Effektives Lehren an der Hochschule. Ein Handbuch zur Hochschuldidaktik. Kohlhammer.

Literatur zu bestimmten „Kristallisationspunkten“, die zur Diskussion einladen

Was ist „aktives Lernen“?
Lombardi, D., Shipley, T.F. Astronomy Team, Biology Team, Chemistry Team, Engineering Team, Geography Team, Geoscience Team, and Physics Team (2021). The Curious Construct of Active Learning. Psychological Science in the public interest. https://doi.org/10.1177/1529100620973974
Opdal, P.A. (2021). To Do or To Listen? Student Active Learning vs. the Lecture. Studies in Philosophy and Education. https://doi.org/10.1007/s11217-021-09796-3
Chi, M. T. H. (2009). Active-Constructive-Interactive: A Conceptual Framework for Differentiating Learning Activities. Topics in Cognitive Science. https://doi.org/10.1111/j.1756-8765.2008.01005.x
Was ist selbstgesteuertes Lernen? Welche Variablen spielen beim selbstregulierten Lernen eine Rolle?
Panadero, E. (2017). A Review of Self-regulated Learning: Six Models and Four Directions for Research. Frontieres in Psychology. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2017.00422
Seufert, T. (2018). The interplay between self-regulation in learning and cognitive load, Educational Research Review, 24, 116-129, https://doi.org/10.1016/j.edurev.2018.03.004
Wissen Studierende, wie sie am besten lernen? Was sind effektive Lernstrategien? Für welche Kompetenzbereiche gelten diese?
Dunlosky, J., Rawons, K.A., Marsh, E.J., Nathan, M.J. & Willingham, D.T. (2013). Improving students’ learning with effective learning techniques: promising directions from cognitive and educational psychology. Psychological Science in the Public Interest, 14 (1), 4-58. https://doi.org/10.1177/1529100612453266
Kim, J. A. (2021). Motivating durable learning through instructional design. die hochschullehre, 7, 25-37. https://doi.org/10.3278/HSL2104W
Mörth, M., Paridon, H., Sonntag, U. (2021). Kognitionswissenschaftliche Erkenntnisse und ihre Folgerungen für evidenzbasierte Hochschullehre. die hochschullehre, 7, 38-48. https://doi.org/10.3278/HSL2105W (effektive nachhaltige Lehr-Lern-Strategien)
Enders, N. (2021). Tiefenverarbeitung mit Multiple-Choice-Fragen: Entwicklung eines Lernstrategietrainings. die hochschullehre, 7, 77-86. https://doi.org/10.3278/HSL2109W
Bjork, R. Using Desirable Difficulties to Enhance Learning. https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=XPllm-gtrMM
Was wissen wir über Feedback?
Panadero, E., Lipnevich, A. (2021). A review of feedback typologies and models: Towards an integrative model of feedback elements. Educational Research Review, 100416, ISSN 1747-938X, https://doi.org/10.1016/j.edurev.2021.100416.
Wann gelingt kooperatives oder kollaboratives Lernen, warum scheitert es manchmal?
Hänze, M., Jurkowski, S. (2021). Das Potenzial kooperativen Lernens ausschöpfen: Die Bedeutung der transaktiven Kommunikation für eine lernwirksame Zusammenarbeit. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie (2021), https://doi.org/10.1024/1010-0652/a000335.
Mayweg-Paus, E., Enders, N., Zimmermann, M. (2020). Kommunikation und E-Learning: Bedingungen, Gestaltungsmöglichkeiten und Qualitätssicherung beim Einsatz von Foren in der Hochschullehre. die hochschullehre, 3, 35-60. https://doi.org/10.3278/HSL2003W
Was genau sind 21st Century Skills und wie können Problemlösen, Kreativität etc. in der Lehre gefördert werden?
Kirschner, P. (2019). 21st century skills. Not very 21st century and not skills. Vortrag auf der research ED Netherlands 2019. https://www.youtube.com/watch?v=7iuBFo_XutA&list=PLOoVn1Vo5y5IgyfVBY4Q89UyvaA8pS98L

Konkrete angewandte psychologische Erkenntnisse für die Lehre und angewandte Forschung im Kontext von Lehrveranstaltungen unter Berücksichtigung psychologischer Variablen

Samani, J., Pan, S.C. Interleaved practice enhances memory and problem-solving ability in undergraduate physics. npj Sci. Learn. 6, 32 (2021). https://doi.org/10.1038/s41539-021-00110-x – Einsatz der effektiven Lernstrategie „Interleaving“ in Selbstlernphase einer großen Physik-Grundlagen-Lehrveranstaltung.
Lyle, K.B., Bego, C.R., Hopkins, R.F. et al. (2020). How the Amount and Spacing of Retrieval Practice Affect the Short- and Long-Term Retention of Mathematics Knowledge. Educ Psychol Rev 32, 277–295 (2020). https://doi.org/10.1007/s10648-019-09489-x – Häufiges und insbesondere zeitlich verteiltes aktives Üben (Retrieval und Spacing) führen zu langfristiger verfügbarem Wissen der Inhalte eines Mathematik-Vorbereitungskurses im darauf folgenden Ingenieurstudiengang.
Mar, R.A., Li, J., Nguyen, A.T.P. et al. (2021). Memory and comprehension of narrative versus expository texts: A meta-analysis. Psychon Bull Rev 28, 732–749. https://doi.org/10.3758/s13423-020-01853-1 – Inhalte in Storys verpackt hilft beim Lernen und späteren Erinnern der Inhalte.
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