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9 erstaunliche Fakten: Spiele als didaktisches Mittel

Gaming wird immer beliebter, gilt aber bei den meisten eher als einfache Art der Freizeitgestaltung. Das ist natürlich erstmal nichts Verwerfliches. Manchmal will man ja auch entspannen und abschalten vom anstrengenden Alltag. Wer sich trotzdem etwas Nervenkitzel wünscht, besucht vielleicht das NetBet Casino und dreht an den Slots. Es ist letztlich Geschmackssache, ob man sich Action oder eher Ruhe am Abend wünscht.

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich intensiv damit, was das Gaming bei uns im Kopf auslöst. Dabei wurden sogar einige entscheidende Entdeckungen gemacht. Einige Forscher sind sich sicher, dass das Spielen zahlreiche Vorteile bieten kann. Manche Games eignen sich hervorragend als didaktisches Mittel, weil sie uns Fähigkeiten beibringen oder wirken auf positive Weise auf unsere Psyche.

Spiele, die explizit zu diesem Zwecke entwickelt werden, bezeichnet man in der Wissenschaft auch als didaktische Spiele. Doch kann auch ein gewöhnliches Computerspiel verschiedene Kompetenzen fördern? Werfen wir einen Blick auf die Fakten und Theorien!

Computerspiele können verschiedene Kompetenzen fördern

Der schlechte Ruf mancher  Computerspiele ist in dieser Form nicht gerechtfertigt, denn sie können auch sehr positive Auswirkungen haben. Das gilt im Übrigen für jede Altersgruppe, vom Teenie bis zum Senior. Hier, wie überall anders auch, spielt die Dosis eine wichtige Rolle. Es ist erwiesen, dass Computerspiele glücklich machen, die Produktivität steigern und ganz unterschiedliche Fähigkeiten verbessern können.

Genau genommen liegt das Spielen in den Genen der Menschen, denn es ist lebensnotwendig für die menschliche Entwicklung. Junge Menschen lernen ihre Welt spielerisch kennen. Der Faktor Spaß spielt hierbei eine wichtige Rolle. Es ist erwiesen, dass positive Gefühle jeden Lernerfolg deutlich effektiver machen. Positive Gefühle entstehen durch die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin.

Das Gehirn speichert diese positiven Gefühle ab und verlangt nach mehr. Diesen Effekt kennt jeder, der Schokolade isst. Auch hier wird sofort Dopamin ausgeschüttet, das Gehirn kennt das positive Gefühl und verlangt sofort nach mehr. Darum kann man oft nicht aufhören, Schokolade zu essen.

Was das Spielen betrifft, so sorgen Lerneffekte, die also spielerisch eintreten, auch immer für den Wunsch des Gehirns, von diesen Lerneffekten mehr zu erhalten. Vor allem aber werden diese Lernfortschritte auch sofort abgespeichert und sind immer abrufbar. Darum ist spielerisches Lernen so vorteilhaft. Man lernt spielend, ohne jede Anstrengung. Wir zeigen nachfolgend 9 Tipps auf, um die Vorteile vom Gaming zu nutzen!

Spielerische Fähigkeiten werden ins reale Leben übertragen

Viele Spiele, die eigentlich der Unterhaltung dienen, verstärken häufig bestimmte Kompetenzen und Fertigkeiten. Im Spiel muss man immer wieder auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren. Genau die Kompetenzen und Fertigkeiten werden dann ins reale Leben übertragen und können nützlich sein.

Logisches Denken und Problemlösungsstrategien

Während des Spiels werden Fähigkeiten wie das logische Denkvermögen und die Fähigkeit zur Problemlösung spielerisch erlernt. Überdies werden auch oftmals die Reaktionsfähigkeit sowie eine gute Hand-Auge-Koordination trainiert. Insbesondere bei den Mehrspieler-Games verstärken sich zudem soziale Kompetenzen, da das notwendige Teamwork gefördert wird.

Förderung der Technikkompetenzen

Eine weitere, aber sehr profitable Fähigkeit wird beim Spielen gewissermaßen vollkommen nebenbei gefördert. Die Rede ist von der Technikkompetenz. Um überhaupt spielen zu können, ist der Umgang mit dem Laptop, dem Tablet, dem PC oder der Konsole die Grundvoraussetzung. So wird auch ganz spielerisch der Umgang mit der Technik erlernt.

Toleranz und Frustrationsgrenze

Ähnlich wie die Technikkompetenz, wird beim Spielen beinahe unbemerkt das Durchhaltevermögen, die Toleranz und die Frustrationsgrenze erhöht. Kein Spieler beherrscht von Anfang an ein Spiel. Grundsätzlich sind immer viel Geduld und Disziplin gefordert, um die unterschiedlichen Level zu bewältigen.

Soziale Kompetenzen

Spiele werden besprochen und diskutiert, schon allein dieser Faktor kann für ein besseres Zusammengehörigkeitsgefühl sorgen. Sowohl das Gaming als auch E-Sports verbinden Menschen in gewisser Weise und sorgen für Austausch- und Lernmöglichkeiten.

Die gesundheitlichen Vorteile der Spiele für Senioren

Die Forschung hat längst erkannt, dass das Gaming gesundheitsförderlich ist. So wurde unter anderem die memoreBox entwickelt. Hier wird insbesondere das Gedächtnis und die Beweglichkeit der Senioren trainiert. Über einfache Gesten und Bewegungen wird das Spiel gesteuert. Ein Controller ist hier überflüssig, auch Menschen mit Bewegungseinschränkungen können so virtuelle Games spielen.

Im Spielangebot sind unter anderem Sportarten wie virtuelles Fahrradfahren, Tanzen, Karaoke oder Kegeln enthalten. Die speziell für die Senioren konzipierte Spielekonsole kann in unterschiedlichen Gebieten eingesetzt werden. Ziel ist die Sturzprävention, das Muskeltraining, der Erhalt sozialer Kontakte und die Förderung der mentalen Gesundheit.

Das Spiel im Alter hat den Vorteil, dass hier die Selbstkontrolle wächst und der Alterungsprozess des Gehirns verlangsamt wird.

Verbesserung des Sehvermögens

Es ist eine Tatsache, dass gerade die Ego-Shooter in einem sehr zweifelhaften Ruf stehen. Das liegt hauptsächlich daran, weil hier der virtuelle Gegner aus der Ich-Perspektive mit unterschiedlichen Waffen dahin gestreckt wird. So wird ihnen nachgesagt, gewaltverherrlichend zu sein.

Forscher fanden aber heraus, dass bei diesen Spielen unterschiedliche Aspekte des Sehvermögens verbessert werden konnten. Angesichts dessen ist es möglich, diese Spiele als Augentraining einzusetzen.

Verbesserung des räumlichen Denkens

Laut einer Studie der Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus in Berlin kann das räumliche Denken durch das Gaming verbessert werden. Die graue Substanz des Gehirns ist der sogenannte entorhinale Kortex. Dieser Bereich ist für das räumliche Denken zuständig.

Im MRT wurde deutlich, dass sich dieser Bereich nach 2 Monaten regelmäßigen Spielens verändert hatte, er war größer geworden. Die graue Substanz war umso ausgeprägter, je mehr Spielerfahrung der Proband hatte. Besonders eindrucksvoll waren die Ergebnisse der Probanden, die die Logik- und Puzzle-Spiele regelmäßig gespielt hatten.

Der Effekt war insbesondere bei Spielen wie „Tetris“, „Minesweeper“ und „Professor Layton“, oder Jump-and-Run-Spielen wie „Super Mario 64“ oder „Sonic“ extrem eindrucksvoll. Eine Landkarte musste von den Probanden nicht mehr gedreht werden, um sich orientieren zu können. Das räumliche Denken hatte sich deutlich verbessert.

Hilfe bei depressiver Stimmungslage

Es wurde eingangs erwähnt, dass die Spiele häufig für die Ausschüttung von Glückshormonen sorgen. Das passiert immer dann, wenn ein Erfolgserlebnis im Spiel stattgefunden hat. Ein Dopaminmangel begünstigt depressive Verstimmungen. Die Stimmung kann mit einem Ausstoß dieses Glückshormons wiederum deutlich aufgehellt werden.

Wenn Menschen, die unter psychischen Erkrankungen leiden, Videospiele spielen, lässt sich manchmal eine Verbesserung ihres Zustandes feststellen. Spiele, deren Inhalt Versagensängste und Einsamkeit sind, haben einen Lerneffekt. Im Spiel wird spielerisch gezeigt, dass es möglich ist, die Ängste und Einsamkeit zu überwinden, was sich wiederum in die Realität übertragen lässt.

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