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Forschungskommission

Kommission

Ein Schwerpunkt des neuen Vorstands ist, die Forschungsausrichtung der Hochschuldidaktik besser sichtbar zu machen, zu vernetzen sowie in vielfältiger Form – insbesondere auch forschungspolitischer Hinsicht – zu unterstützen. Wir sind natürlich nicht der erste Vorstand, der dies tut, und die erste Initiative, die sich dies auf die Fahnen schreibt. Es gab in der Vergangenheit schon wichtige und gute Initiativen die Forschungsausrichtung der hochschuldidaktischen Community sichtbarer zu machen, sie in übergreifender Form zu unterstützen sowie programmatische und strategische Ansätze zu entwickeln und zu diskutieren. Hierzu gehört insbesondere die Einrichtung und Arbeit der Forschungskommission der dghd, die sich unter anderem mit Möglichkeiten zur Bestandsaufnahme und Vernetzung hochschuldidaktischer Forschungs- und Entwicklungsprojekte beschäftigt hat. Der letzte Vorstand hat darüber hinaus die Forschungsausrichtung der jährlichen dghd-Tagung in besonderem Maße gefördert. Etabliert hat sich mittlerweile auch eine selbstorganisierte Initiative des wissenschaftlichen hochschuldidaktischen Nachwuchses, um sich intensiver auszutauschen, zu präsentieren und zu vernetzen. Diese übergreifenden Initiativen und Aktivitäten, die teilweise etwas im Sande verlaufen sind, wollen wir aufgreifen, weiterentwickeln und mit neuem Schwung erfüllen. Wir halten hochschuldidaktische Forschungsaktivitäten nicht nur für ein hochinteressantes, spannendes und sehr lohnenswertes Forschungsfeld, sondern auch für ein wichtiges und unverzichtbares Fundament einer reflektierten und evidenzbasierten hochschuldidaktischen Praxis sowie die Begründung und Dursetzung hochschuldidaktischer Maßnahmen und Programme. Um dieses Credo weiter mit Leben zu erfüllen, haben wir folgende erste Schritte überlegt.

Stichwort „Forschung“

Wir wollen die Einrichtung einer Forschungskommission wiederbeleben. Die Kommission soll Ansätze zur Bestandsaufnahme, Sichtbarmachung und Vernetzung hochschuldidaktischer Forschung in deutschsprachigen Ländern – aufbauend auf den Vorarbeiten der alten Forschungskommission – entwickeln und in der Umsetzung unterstützen. Dabei soll natürlich auch die Vernetzung mit der internationalen hochschuldidaktischen Forschung berücksichtigt werden. Die Kommission soll darüber hinaus eingebunden werden in die Vorbereitung wissenschaftlicher Tagungen der dghd bzw. Hochschuldidaktik – vor allem bei der programmatischen Gestaltung und der Auswahl der eingereichten Beiträge. Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Vernetzung mit den neu entstehenden fachdidaktischen Zentren sollen diskutiert und initiiert werden. Nicht zuletzt soll sich die Kommission mit Ansätzen zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung beschäftigen. In diesem Zusammenhang soll insbesondere die Vergabe eines Nachwuchspreises für hervorragende hochschuldidaktische Dissertations- bzw. Habilitationsschriften durch die Kommission konzipiert und umgesetzt werden. Damit sind zunächst die wichtigsten Aufgabenfelder der neu einzurichtenden Kommission umrissen. Wer Interesse an der Mitarbeit an der Forschungskommission hat, bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Die Koordination der neuen Kommission wird durch ein Mitglied des neuen Vorstands übernommen (Niclas Schaper – auch Hauptansprechpartner für Interessenten bezüglich Mitarbeit).

Ein weiteres Ziel in diesem Zusammenhang ist, die wissenschaftliche Ausrichtung von dghd Tagungen zu fördern. Wir tun dies im nächsten Jahr durch die Unterstützung bei der Ausrichtung einer wissenschaftlichen Schwerpunkttagung zur Hochschuldidaktik durch das Zentrum für Qualitätssicherung und Entwicklung an der Universität Mainz. Der Termin für die Tagung im Herstb 2012 sowie der Call for Papers wird rechtzeitig veröffentlicht (weitere Einzelheiten zur Ausrichtung der Tagung in Mainz siehe auch den Beitrag von Marianne Merkt).

Ein weiteres Ziel in diesem Zusammenhang betrifft die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Hochschuldidaktik. Unter der Ägide des alten Vorstandes hat sich hierzu bereits ein Promoventen-Netzwerk organisiert. Der neue Vorstand will auch mit diesem Netzwerk eng zusammenarbeiten und Bedarfe und Ansätze zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eruieren und unterstützen. Insbesondere wollen wir gemeinsam Förderangebote für Nachwuchswissenschaftler (z.B. Methodenworkshops oder Workshops zum wissenschaftlichen Publizieren) planen und umsetzen. Für die Tagung in Mainz überlegen wir zurzeit darüber hinaus eigene Tracks zur Präsentation und zum Austausch über hochschuldidaktische Promotionsvorhaben einzurichten. Auch die geplante Vergabe eines Nachwuchspreises für hervorragende wissenschaftliche Dissertations- und Habilitationsschriften aus dem Bereich der Hochschuldidaktik dient schließlich der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.

Um die Forschungsausrichtung der dghd zu fördern, gehört schließlich auch, dass eine „task force“ einberufen werden soll, die eine politische Stellungnahme zur Sicherung der „Qualität der Hochschullehre“ und insbesondere die Rolle der hochschuldidaktischen Forschung und Weiterbildung dabei erarbeiten wird. Dabei wird es insbesondere um die Frage einer Akademie oder eines Forums für die Lehre gehen, von der man sich auch eine besondere Rolle bei der Förderung von Forschungsaktivitäten im Bereich der Hochschuldidaktik erwarten darf.
Insgesamt sind dies erste Überlegungen des neuen Vorstands, die Forschungsorientierung der Hochschuldidaktik im Rahmen der dghd und den in diesem Zusammenhang begrenzten Mitteln voranzubringen. Wir freuen uns auch in diesem Aufgabenfeld auf eine intensive und gute Zusammenarbeit mit Ihnen sowie über weitere Anregungen und Kommentare zu diesen ersten Ansätzen.

Ansprechpartner

Niclas Schaper niclas.schaper@nulluni-paderborn.de (2. Vorsitzender der dghd)